Unsere Werkstatt

In der Nürnberger Löffelholzstraße 20  im Gebäude 6 des Spektrumgeländes finden Sie unsere Werkstatt.

Dort veredeln wir Porzellan: Die Bestellungen für personalisiertes Geschirr, Namenstassen oder Kindergartenausstattungen werden angefertigt.

Danach trocknet das dekorierte Porzellan im Ofen, dann wird es gebrannt, geprüft, verpackt und versendet.

Montag, Mittwoch und Freitag sind wir vor Ort und immer gut beschäftigt.

Wenn Märkte anstehen, wird außerdem fleißig buntes Porzellan für die Kunden dort produziert und die Ware, die mit einem 12-Tonner LKW transportiert wird, auf Paletten zusammengepackt.

Schauen Sie vorbei!

In unserer Werkstatt verkaufen wir auch Porzellan, wenn wir vor Ort sind. Natürlich ist das kein Laden oder Markstand, aber wir begrüßen gerne Besucher bei uns. Schauen Sie vorbei und machen Sie sich selbst einen Eindruck von unserer Arbeit – Sie sind herzlich willkommen.
Da auf dem Gelände (Spektrum Nürnberg) einige hundert Firmen zu Hauses sind, ist es immer gut, uns vorher zu kontaktieren. Wir erklären Ihnen auch, wie sie uns gut finden können. Sie dürfen dann auch mit dem Auto direkt zu unserem Werkstattgebäude fahren.

Unseren Werkstattzeiten

Montag, Mittwoch und Freitag  zwischen 9.00 und 16.00 Uhr sind wir immer vor Ort.
Da können Sie also gerne zu uns kommen.

Was es bei uns in der Werkstatt gibt

In unserer Werkstatt gibt es weißes Porzellan, Kindergeschirr und vieles mehr kaufen. Sie können aber auch personalisierte Geschirrsets bestellen. Und einfach mal in die Hand nehmen, was Sie sie sich ausgesucht haben!
Wir haben weißes Porzellan, wie die Porzellanserien Friederike, Ofelie, Opty oder Ole vorrätig und auch viele andere Artikel, wie Kindergeschirr ohne Namen, XL Becher und viele Motive auf anderen Bechern und Tellern. Wenn Sie etwas Bestimmtes wollen, lohnt es sich aber immer vorher anzufragen, am besten zu den Werkstattzeiten unter der Nummer 0911-7417335. Das vermeidet Enttäuschungen, wenn Porzellanartikel zum Beispiel ausverkauft oder nicht in genügender Anzahl vorhanden sind. Oder wenn wir gerade eine Lieferung bekommen haben und alle Wege zu und in der Werkstatt verbaut sind.
Wenn Sie unsere klassischen Namenstassen erwerben möchten, sollten Sie auf jeden Fall vorher anfragen, da wir nicht immer alle Namen auf Lager haben.
Das Anfertigen der fehlenden Namenstassen ist dann allerdings kein Problem. Bei besonderen Namen, bitte kurze eine Mail an info@porzellan-im-hinterhof.de schreiben, denn solche Bestellungen nehmen wir, aus Erfahrung klug geworden, nur noch schriftlich an. Dann bekommen Sie auch sicher die richtige Schreibweise.

Von unserem fröhlich bunten Kindergeschirr aus Porzellan haben wir auch viele Teile wie Kinderbecher, Kinderteller und Coupschalen für Müsli oder Brei in der Werkstatt vorrätig. Allerdings nicht unbedingt alle im Internetshop angebotenen Motive und Geschirrteile. Wir fertigen viele der bestellten Geschirrteile erst an, wenn der Auftrag bei uns eingegangen ist. Das macht uns sehr flexibel in Bezug auf Kundenwünsche und gibt uns gleichzeitig die Möglichkeit ein wesentlich umfangreiches Sortiment anzubieten, als es sonst möglich wäre.

Werkstatt Porzellan im Hinterhof Heike bearbeitet Bestellungen

Werkstatt Porzellan im Hinterhof: Heike Petulu bearbeitet Bestellungen – da hört und sieht sie nichts anderes!

Werkstatt Porzellan im Hinterhof: Sofia packt

Sofia packt! Und wie gut sie das macht, wissen wir weil praktisch alles gut ankommt.

Und auch die Verwaltung, Rechnungen schreiben, das Überprüfen und Abgleichen hat sie voll im Griff.

Unsere Werkstattzeiten

Montag, Mittwoch und Freitag  zwischen 9.00 und 16.00 Uhr sind wir vor Ort.

Vielleicht fragen Sie sich ja, warum wir nur an drei Tagen in der Woche in der Werkstatt sind.
Nun, so ganz stimmt das ja auch nicht. Zu Stoßzeiten, bei der Marktvorbereitung und auch wenn Lieferungen kommen sind wir tatsächlich öfter hier, allerdings zu unregelmäßigen Zeiten. Unter diesen Umständen ist ein Besuch in der Werkstatt auch schwierig – denn da haben wir, sehr viel zu tun. Das Büro ist eh ausgelagert, denn im Rummel einer Werkstatt klappt das mit dem konzentrierten Arbeiten nicht.
Aber warum meiden wir die Werkstatt am Dienstag und Donnerstag?

Wir brennen Porzellan – da geht es heiß her!

In dieser Zeit brennen unsere Öfenbei Temperaturen zwischen 820 und 1200 Grad – da kann es im Sommer heiß werden und zu allen anderen Jahreszeiten auch noch recht stickig.
Natürlich sind unsere drei Brennöfen in einem brandschutzgerecht ausgebauten extra Raum. Aber es dauert bis in den Öfen die notwendige Hitze erreicht ist, diese wird die ja über viele Stunden aufgebaut. Die höchste Temperatur wird eine Zeitlang gehalten, danach setzt die langsame Abkühlung des Ofens ein. Je nachdem welches Porzellan gebrannt werden soll, wie groß die Ofenbeladung ist und welcher der drei Öfen eingesetzt wird, programmieren wir die Öfen individuell. Auch die Sauerstoffzufuhr über die Schiebehebel oder die seitlichen Belüftungslöcher muss individuell geregelt werden.
Inklusive der Trocknungszeit ist das Geschirr circa 40 Stunden im Ofen, bei 1200 Grad noch fast einen Tag länger.
Das macht sich natürlich bemerkbar, dann heizt sich die ganze Werkstat auf, die Luft ist trocken und wir sind froh, wenn es an diesen Tagen nicht zuviel zu tun gibt.
Und irgendwann muss ja auch die Arbeit am PC, die Pflege der Webseite und die Vorbereitung der Werbung auf sozialen Netzwerken gemacht werden – und das geschieht weitestgehend und nicht erst seit Corona im “Home Office”.

Werkstatt Porzellan im Hinterhof Lieferung und erschöpfter Besen

Werkstatt Porzellan im Hinterhof: Die Lieferung wird umgepackt, der erschöpfte Besen ist einfach umgefallen!

Werkstatt Porzellan im Hinterhof - Ofenbeladung Nabertherm Ofen groß

Unser Großer: Der Nabertherm Standmuffel (was für ein Name!) befüllt!

So entsteht unser personaliertes Kindergeschirr

Wenn Sie bei uns bestellen, dann machen wir uns an die Arbeit. Weil wir uns gerne so gut wie möglich um unsere Kunden kümmern möchten, bestätigen wir die Bestellungen selbst. Da wir ja viele Unikate anfertigen, will jede Bestellung erst einmal angeschaut und überprüft sein.
Bevor das Kindergeschirr, das Service mit Jagdmotiven oder die Namestassen angefertig werden, wird auch das Bestellformular für die Werkstatt bearbeitet, um eine optimale Vorlage für die Produktion zu erstellen. Das übernimmt meist Heike, oder aber Sarah oder Karin nehmen das Ganze in die Hand.
Danach wird das beötigte weiße Porzellan zusammen gesucht, gereinigt, genau angeschaut, damit auch keine Fehler, Haarrisse oder ähnliches vorhanden sind und anschließend veredelt!

Veredelungsmanufaktur – was bedeutet das?

Eine Porzellan-Veredelungsmanufaktur ist eine Werkstatt, in der weißes Porzellan mit Motiven „veredelt“ wird. Die Weißware, also das weiße Porzellan, wird dabei nicht in den Manufakturen selbst hergestellt, sondern bei Porzellanfabriken eingekauft. Auch die Dekore dafür müssen bei speziellen Druckereien bestellt oder auf Wunsch angefertigt werden. Wir arbeiten in unserer Manufaktur also mit Porzellandekoren, die wir auf die weißen Porzellanteile verschiedener Hersteller dekorieren und brennen.

Wie wir veredeln: Unsere Porzellandekore, die Nassschiebebilder

Obwohl das Prinzip der Verarbeitung sehr ähnlich ist, hören wir den Begriff „Abziehbildchen“ in Bezug auf unsere Dekore nicht gerne.

Die hochwertigen (und nicht billigen) Porzellandekore werden in Präzisionsarbeit und inzwischen vorwiegend im Siebdruckverfahren hergestellt. Daher müssen in den Spezialdruckereien die klimatischen Bedingungen stets gleich sein, denn das Transferpapier, auf das Motive gedruckt werden, reagiert sehr sensibel auf Umweltbedingungen wie zum Bespiel Schwankungen der Luftfeuchtigkeit.
Bei mehr Feuchtigkeit in der Luft dehnt sich dieses spezialbeschichtete Papier etwas aus, weil es die Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt – und dann passen die Farben im Verlauf des Druckprozesse um eine Winzigkeit nicht mehr genau aufeinander. Das Motiv wirkt im besten Fall verschwommen, im schlimmsten ist es kaum noch erkennbar – damit ist dann die ganze Charge an Porzellandekoren verdorben.
Die empfindliche Beschichtung des Transferpapiers dient dazu, die gedruckten Motive von dem Papier lösen zu können, um damit die Porzellanteller, die Tassen und Becher zu verzieren – daher auch Transfer, denn es ist nur der Untergrund, der die optimale Ablösung der Dekore garantiert.
Auf die gedruckten Motive kommt am Ende eine Art Lack, die den Porzellandekor zusammenhält, wenn er von dem Transferpapier weggenommen und auf dem Porzellan verarbeitet wird. Dazu werden die Dekore – das ist übrigens der Spezialausdruck der Porzelliner für gedruckte Motive zur Porzellanveredelung – kurz in Wasser gelegt. Damit wären wir wieder bei den Abziehbildern, die in der Porzellanindustrie aber “Nasschiebebilder” heißen.
Die Farben der Porzellandekore, die bei Temperaturen zwischen 800 und 1200 Grad auf das Porzellan gebrannt werden, basieren auf Metalloxiden. Besonders teuer sind dabei Purpur- und bestimmte Rosatöne – sie werden auf Goldbasis hergestellt und unterliegen den gleichen Preisschwankungen wie der Goldmarkt. Das Blau der Porzellandrucke ist meist auf Kobaltbasis hergestellt, diese Farbe mag „das  Feuer“, sie brennt also bei höheren Temperaturen intensiver blau aus. Andere Farben sind da ganz anders – Rottöne verblassen da schon mal zu grau, wenn die Temperaturen im Brennofen aus irgendeinem Grund zu hoch werden. Die Verarbeitung und die richtige Kombination dieser Metalloxidfarben für Porzellan ist eine Wissenschaft für sich.

Verarbeitung will gelernt sein – Der Porzellandekor als Diva

Das Dekorieren von Porzellan mit diesen Bildern mag einfach klingen, hat aber viele Tücken.

Die verschiedenen Arten von Porzellandekore muss man sehr genau kennen, um sie optimal verarbeiten zu können. Sie sind von unterschiedlicher Dicke – denn je nach Motiv und der Anzahl der Druckfarben können sie stabil und reißfest oder auch extrem empfindlich sein. An die Verareitung von Porzellandekoren muss frau, meist heißt sie Heike, mit Fingerspitzegefühl, Erfahrung und Vorsicht rangehen.
Einige Porzellandekore reagieren mit einem sofortigen Zusammenschrumpfen auf heißes Wasser, andere Dekore kann man gar nicht verarbeiten, wenn das Porzellan vorher nicht angewärmt und die Drucke nicht in relativ heißem Wasser vom Transferpapier abgelöst wurden.
Die Bilder müssen auf den Porzellanteilen an der richtigen Stelle platziert werden. Ein Verrücken des Dekors, das nicht ganz richtig sitzt, klappt bei manchen – andere knittern oder reißen schon beim kleinsten Versuch einer Korrektur.
Manche Motive mögen keine harten Rakel (Gummischieber zum Andrücken des Dekors) und sehen dann gebrannt aus wie eine Ziehharmonika – mit vielen waagrechten Streifen im Dekor, wo er unter Druck eingerissen ist. Das sieht man aber leider erst nach dem Brennen und hinterher schlauer sein hat dann gutes Lehrgeld gekostet.
Auf keinen Fall darf jedoch Feuchtigkeit oder Luft unter dem Porzellandekor zurückbleiben. Daher muss jedes Bild sorgfältig mit dem Mittel der Wahl, also dem Rakel oder einen feinen Tuch, auf dem Geschirrteil festgedrückt werden. Jede noch so kleine Menge an Wasser oder Luft die unter dem Dekor verbleibt führt zu Fehlbränden. Weil sich sowohl die Luft als auch das Wasser schneller erwärmen als das Porzellan, bilden sie Blasen im Dekor, die dann platzen und unschöne Löcher bilden.
All das sind Erfahrungswerte, die wir uns in Jahrzehnten erarbeitet haben und die uns allen in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Die Tücken der Brennöfen

Dann folgt das Brennen in unserem „Standmuffeln“, also den drei Porzellanbrennöfen, die wir zur Verfügung haben. Auch wenn der Dekor auf dem Porzellan ist, ist noch längst nicht alles geschafft. Jeder unserer drei Öfen reagiert anders, daher muss genau bedacht werden, welcher Ofen eingesetzt werden soll und welche Porzellanteile wo in den Ofen gesetzt werden. Auch da ist Heike unsere Spezialistin.
Denn der Platz im Ofen, dessen Belüftung, die genaue Temperaturkurve und die Haltezeit der Temperatur bestimmen, wie die Ware im Ofen ausbrennt. Das liegt daran, dass sich in den Öfen verschiedene Temperaturzonen bilden – unten ist es durchschnittlich etwas kühler als oben, bei falscher Belüftung wird die Wärme aus dem Ofen gesogen und es bleibt nicht lange genug eine stabile Brenntemperatur für optimale Ergebnisse. Das kann dann die Farbwerte der fertig gebrannten Dekore auf dem Porzellan zum Teil gravierend beeinflussen.
Auch setzen wir auf Erfahrung und Fingerspitzengefühl – das ist wichtig und ein Garant für schönes, buntes Porzellan.

Werkstatt Porzellan im Hinterhof - Sonderbestellung die zerschnittenen Dekore
Da unsere circa 1000 Namen zur Qualitätssicherung als Siebdruck vorliegen, werden alle anderen Namen zusammengesetzt. Das kostet Zeit und kann manchmal ganz schön mühsam sein – siehe unten!
Werkstatt Porzellan im Hinterhof
Karin macht sich an eine Bestellung!
Werkstatt Porzellan im Hinterhof Schamottteile für die Ofenbeladung
Schamottstützen für die Einrichtung der Brennöfen
Werkstatt Porzellan im Hinterhof Ofen mit leeren Tellerständern
Tellerständer, ein echtes Puzzlespiel, den zusammenzusetzen. Geduld und Fingerspitzengefühl sind gefragt.
Werkstatt Porzellan im Hinterhof Ofen bestückt mit Namenstassen
Gefüllt bis unter das Dach – der große Nabertherm Brennofen.
WErkstatt Porzellan im Hinterhof Rodrigue im Packraum

Und hier wartet Rodrigue auf die Ware aus dem ausgekühlten Ofen um sie zu verpacken – Sofias Helfer und ihre Urlaubsvertretung.

Anfahrt – So finden Sie uns

Wie kommen Sie zu uns? Unsere Werkstatt befindet sich im Gewerbegebiet Spektrum, Löffelholzstraße 20, 90441 Nürnberg.

Mit dem Auto oder Fahrrad

Die Werkstatt befindet sich in Gibitzenhof (Spektrumgelände gegenüber ehemaliegem Möbel Werner).
Mit dem PKW verlassen Sie den Frankenschnellweg (A 73) an der Ausfahrt Nürnberg-Zentrum und biegen in die Dianastraße ein, dort an der 2. Ampel links. Auf der Dianastraße bis zur Nimrodstraße vorfahren, dann links in das große Tor (Hanoi Sushi) einbiegen.

Das Gebäude hinter den Garagen auf der linken Seite ist die Nummer 6 – dort befindet sich unsere Werkstatt im Hochparterre, gleich neben dem Aufzug.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Öffentlich sind wir mit der Straßenbahnlinie 4 (Endstation Gibitzenhof) und den Buslinien 58 (Gibitzenhof) bzw. 65 (Dianaplatz) zu erreichen. Der anschließende kurze Fußweg ist kaum erwähnenswert.

Endstation Gibitzenhof der Straßenbahnlinie 4. Die Straße an der Ampel überqueren, die Löffelholzstraße entlang zum großen Einfahrtstor rechts.

Und so finden Sie uns im Gebäude 6 des Spektrumgeländes: Nach dem Haupteingang sind Parkplätze, an deren Ende Sie rechts abbiegen. Zuerst kommen Sie zum Gebäude 7 und
als nächstes zum Gebäude 6, unsere Geschäftsräume befinden sich im Hochparterre, gleich neben dem Aufzug.