Wild und Jagdmotive

16 Jagd- oder Wildmotive auf 15 verschiedenen Bechern mit oder ohne Namen.Von 260 ml bis zu 1 l Inhalt.


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8 Typen von Jagdhunden – Eine historische Einteilung

Hetz-/Jagdhunde

Diese Hunde waren schnell und kräftig, sie hetzten das Wild lautstark und trieben es dem Jäger zu (Treibhunde). Die sogenannten Bracken wurden abhängig von den Revieren, die sie bejagten, benannt, also z. B. Haidbracke.

Windhunde

Schon bei den alten Ägyptern gab es Windhunde. Die sind Sichtjäger, die das Wild wie Hasen, Füchse, Gazellen schnell einfingen und hielten, bis es vom Jäger gefangen oder getötet wurde. Dabei gibt es leichte Windhunde, die für Niederwild eingesetzt wurden, oft auch in Verbindung mit Falknerei. Schwere Windhunde wurden für die Jagd auf Schwarz- und Rotwild eingesetzt, die irischen Windhunde wurden für das Hetzen von Wölfen eingesetzt. Alle zeichnen sich durch hohe Beine, schmalen Kopf und große Rippen aus – dies weil die Lunge für die Hetzjagden gut entwickelt sein musste und auch Platz brauchte. Bei den Katzen entspricht der Gepard diesem Bauplan.

Parforcehunde

Die Aufgabe von Parforcehunde bestand darin, das Wild solange zu hetzen, bis es ermattet war und von den berittenen Jägern gestellt werden konnte. Sie hießen Hirschhunde, Fuchshunde und Hasenhunde, je nachdem für welche Wildart sie eingesetzt wurden. Sie jagten stets in der großen Meute, der Anführer wurde als „Kopfhund“ bezeichtet und war immer ein Hund mit besonders guter Nase. Bei der Jagd bewegten sie sich frei zwischen den Pferden. Der Hetzlaut, ein bestimmter Ton im Gebell, zeigte an, dass sie sich hinter dem gejagten Wild befanden.

Leithunde/Spürhunde

Leithunde/Spürhunde dienten, zur „Vorsuche“ auf Edel-, Dam- oder Schwarzwild, sie waren für die jeweilige Jagdbeute abgerichtet. Berühmt waren die Hunde des im Ardennenkloster St. Hubert gezüchteten Stammes. Die Tieren liefen am Leitseil arbeitend und folgten ruhig, mit gesenkter und ausgezeichneter Spürnase den Spuren des gejagden Wildes.

Schweißhunde

Haben ihren Namen vom Schweiß – so nennt der Jäger das Blut der gejagten Tiere. Sie werden dafür eingesetzt, verletzte, geflüchtete Tiere zu finden. Am Anfang verwendeten die Jäger Bracken oder Leithunde für diese Aufgabe. Aus diesen Hundetypen wurden Ende des 18. Jahrhunderts die Schweißhunde als Spezialisten für die Nachsuche gezüchtet.

Sauhunde

Sauhunde wurden zur Schwarzwildjagd benutzt. Es gab Saufinder, kleine, wendige Hunde, die das Schwarzwild aufspürten, aufschreckten und verbellten. Die Saupacker waren gewandte und schnell zubeißende Hunde (Wildscharf). Da sie bei den Jagden aber häufig schwer verletzt oder getötet wurden, nahm man aus Kostengründen oft große, kräftige Schäferhunde, die zu Sauhunden erzogen wurden. Diese Hunde stellten das Schwarzwild und zogen es nieder, bis der Jäger es mit dem Sauspieß tötete.

Hühner-/Stöber-/Vorstehhunde

Stöberhunde wurden ursprünglich nur für das Aufstöbern von Nieder- und Flugwild bei der Beizjagd gebraucht. Als Hühnerhunde wurden sie dann zusätzlich beim Fang von Flugwild in Netzen eingesetzt. „Vorstehen“ heißt, dass die Hunde Nieder- und Federwild kurz vor dem Jäger suchten und diesem durch das Vorstehverhalten gefundenes Wild anzeigten. Geschossenes Nieder- und Flugwild finden und es zu apportieren, war ebenfalls eine Aufgabe.

Dachshunde

Dachshunde auch „Schliefer“ und „Würger“ genannt sollten Dachse und Füchse entweder aus dem Bau treiben oder sie darin festzuhalten. Andere Bezeichnungen für die Hunde waren Schlieferle, Lochhündle oder Dachse. Sie sind klein, mit kurzen gebogenen Beinen, langem Leib und Kopf, man geht von verzwergten Bracken aus, die diese besonders kurze Gliedmaßen entwickelten. Sie galten als lebhaft, mutig, ausdauernd und wenig gehorsam.