Nostalgischer Bauernhof

Nostalgie pur auf dem Bauernhof – freilaufende Schweine, Enten, Gänse und Hühner in hübsch gemalten Szenen. Auf 15 verschiedenen Bechern oder Namenstassen von 230 ml bis zu 1 Liter Inhalt,  als Geschenk toll. Spülmaschinen- und mikrowellengeeignet.


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Wir haben schon lange Schwein: Über die Domestizierung der Wildschweine

Erste archäologische Nachweise, dass Schweine domestiziert wurden, stammen aus der Zeit vor 9000 Jahren. Man fand sie auf dem Gebiet der heutigen Osttürkei, zum Beispiel in Hallan Çemi einem jungsteinzeitlichen Dorf. Dort gab es in den Abfällen auffällig viele Knochen von meist jungen, männlichen Schweinen. Sogar als die Bewaldung dieser Region zurückging, wurde in der Siedlung noch sehr viel Schweinfleisch verzehrt.

Daher nimmt man an, dass sich die Schweine den Menschen in dem Dorf dort angeschlossen hatten und nach Nahrung suchten. Daher war der Rückgang des Waldes kein Grund mehr, sich aus dieser Gegend zurückzuziehen. Es handelt sich allerdings um Wildschweine, die noch keine Anzeichen für Domestikation aufwiesen. Diese Siedlung war nur 400 Jahre bewohnt, was kein ausreichender Zeitraum für die gezielte Zucht war.

Die türkische Siedlung Çayönü war seit dem 10. Jahrtausend v. Chr. bewohnt und in den nachfolgenden Jahrhunderten lässt sich dort die Entwicklung der Schweinehaltung bis ins 7. Jahrtausend v. Chr. nachvollziehen. Auch dort wurden vorwiegend jüngere Schweine gegessen. Hier kann man im Laufe dieser Zeit bei den Schweinen Veränderungen der Knochenstruktur feststellen. Besonders auffällig sind die kürzeren Schnauzen und die enger stehenden Zähne. In einem Zeitraum von über 2000 Jahren kam es hier zu einer Entwicklung vom Wildschwein zum Hausschwein.

Die religiösen Tabus, die das Schweinefleisch heute im Nahen Osten zu einem “unreinen Fleisch” machen, entstanden übrigens erst später.