Ofelie mit bunten Streublümchen

Bunte Streublümchen auf Service Ofelie: Anfertigung nur noch auf Anfrage


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Das Biedermeier, die Zeit der „Gestreuten Blümchen“

Als Biedermeier wird die Zeit nach der Beendigung der Napoleonischen Kriege in Deutschland genannt. Vom Ende des Wiener Kongresses 1815 dauert sie bis zum Beginn der bürgerlichen Revolution 1848. Als nach einer langen Zeit kriegerischer und politischer Auseinandersetzungen und Instabilität in Europa wieder Frieden herrscht, blühte das neue Bürgertum auf. Politik war nicht mehr so wichtig, sondern das komfortable Leben, der Rückzug ins Familiäre. Es sollte gemütlich und heimelig sein – heute würde das ganz trendig hygge nennen.

Kunst im Biedermeier

Kunstgeschichtlich befinden wir uns in der Spätromantik und im Klassizismus. Die blaue Blume der Romantik war damals ebenso populär wie die Bilder von Carl Spitzweg. Sie alle zeigen oft den „freundlichen, friedlichen Alltag“, der auch die Armut noch als Idyll verkauft – siehe „Der arme Poet“.

Literatur im Biedermeier

Fantasiereiche Kunstmärchen, romantische Novellen, schaurige, magische oder fantastische Erzählungen und Sagen sind die beliebtesten Genres der Schriftsteller. Aber auch Bildungs- und Entwicklungsromane gehören zur Literatur der Romantik und des Biedermeier: Novalis, Ludwig Tieck, Clemens Brentano, Achim von Arnim, Bettina von Arnim, E.T.A. Hoffmann, Jacob und Wilhelm Grimm, Ludwig Uhland sowie Joseph Freiherr von Eichendorff sind die großen Schriftsteller und Literaturforscher dieser Zeit.

Malerei im Biedermeier

Neben Carl Spitzweg sind auch Caspar David Friedrich und Ludwig Richter Beispiele für bedeutende Maler der Romantik und des Biedermeier. Landschaften und Ruinen, aber auch metaphysische Welten sind einer der Hauptgegenstände der Malerei. Der einzelne Mensch, das einsame Individuum inmitten der Natur bildet dabei ein wichtiges Motiv .


Buntes Porzellan: Von Hand gemalt und wertvoll

Bereits prähistorische Tongefäße waren verziert und teilweise bemalt – mit den Vasenmalereien der Kulturen im Nahem Osten und Griechenland erlebte diese Kunst schon höchste Vollendung.

Die Porzellanmalerei entwickelte sich in Europa am Anfang in der Manufaktur Meißen, wo sie bis heute noch in höchster Vollendung gepflegt und angewandt wird. Die Ausbildung zum Porzellanmaler dauert drei Jahre, wobei auch das Bemalen von Glas und Feinkeramik zur Ausbildung gehört.

Unterglasur und Aufglasur: Zwei Arten der Porzellanmalerei.

Unterglasurmalerei erfolgt auf das noch unglasierte Porzellan (Biskuitporzellan) und ist besonders schwierig, weil hier keine Korrekturen möglich sind. Unterglasurfarben werden bei Temperaturen über 1300 Grad eingebrannt und mit einer weiteren Glasurschicht versehen, die das Gemalte sozusagen versiegelt. Dies vertragen nicht alle Farben, so dass hier nicht die volle Farbpalette zur Verfügung steht. Meist wird mit Kobaltblau gearbeitet, das besonders hoch gefeuert werden kann. Bekannt sind Dekore wie Zwiebelmuster, Strohmuster (das übrigens mit der Feder, nicht dem Pinsel gemalt wurde) oder Indisch Blau.

Aufglasurmalerei wird bei bis zu 850 Grad gebrannt, die Farbpalette ist groß, muss aber mit viel Erfahrung abgestimmt werden. Porzellanfarben werden auf Basis von Metalloxiden hergestellt. Die feingemahlene Oxidmasse wird in eine spezielle Glasmasse, die als Trägermaterial dient, eingeschmolzen. Diese Masse wird dann wieder zu Pulver gemahlen und mit einem Bindemittel (Öle und Terpentin) vermischt, damit die Farben mit einem Pinsel aufgetragen werden können. Das Bindemittel wird beim Brennvorgang rückstandslos verbrannt. Beim Brennen wird der Glasanteil der Farbe genügend flüssig, um auf der Glasuroberfläche zu haften, ohne zu stark zu zerfließen.

Vorsicht geboten: Nicht alle Porzellanfarben vertragen sich

Da die Metalloxide aber untereinander reagieren, kann es zu unerwünschten Verfärbungen kommen. So ist Gelb berüchtigt dafür, dass es andere Farben einfach „auffrisst“, so dass nicht das geplante Ergebnis zustande kommt. Erfahrung, Wissen, Fingerspitzengefühl und künstlerische Begabung machen einen großen Teil des Erfolges aus. Daher verwundert es nicht, dass die Ausbildung so lange dauert.

Porzellandekore: Gedruckte Porzellanmalerei

Heute ist das Verzieren von Porzellan durch sogenannte Dekore üblich. Spezialisierte Verlage stellen die Farben wie früher auch aus den Metalloxiden und der Glasträgermasse her. Diese werden in Spezialdruckmaschinen zu den gewünschten Porzellandekoren verdruckt.