Spülmaschinenfest und spülmaschinengeeignet: Der Unterschied erklärt

Der Unterschied ist vor allem in der Brenntemperatur begründet. Sie entscheidet über Widerstandskraft und Materialeigenschaften.

Spülmaschinenfest

Inglasur- und Unterglasurdekore, die bei circa 1200 Grad auf das Porzellan aufgebrannt werden, nennt man spülmaschinenfest.

Dabei liegt der Dekor unter einer Glasurschicht. Das macht ihn besonders widerstandsfähig gegen den mechanischen Abrieb in der Spülmaschine.

Bei der „Unterglasur“ wird eine zusätzliche Glasurschicht über dem Dekor aufgetragen und nochmals gebrannt.

Bei dem „Inglasur“ Brand schmilzt die bereits aufgebrannte weiße Glasur wieder und die bunten Pigmente der Dekore sinken ein und sind dann von der glasartigen Glasur überzogen.

Diese Teile halten auch Industriespülmaschinen aus.

Spülmaschinengeeignet

Als spülmaschinengeeignet werden Aufglasurdekore bezeichnet, die bei 800 bis 900 Grad gebrannt werden.

Diese Dekore sind meist mit einem „Fluss“, einer Zusatzschicht aus glasartiger Glasur, versehen.

Dank neuer Pigmente und Glasuren sind diese Stücke bis zu 1000 Wäschen/Circa 3 Jahre täglicher Gebrauch spülmaschinenfest.

Danach kann (auch abhängig von der Spülmaschine und den verwendeten Waschmitteln) ein leichtes Verblassen einsetzen.

Nicht geeignet ist diese Art von Porzellandekor für Industriespülmaschinen – deren Abriebkraft und die schärferen Spülmittel führen zu einem wesentlich schnelleren Verblassen.